Zusammenfassung von BGer-Urteil 6B_354/2024 vom 13. März 2025

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Zusammenfassung des Bundesgerichtsurteils 6B_354/2024 vom 13. März 2025:

Sachverhalt: Der Angeklagte A._ wurde am 19. April 2023 von der Strafkammer des Kantons Tessin wegen versuchten vorsätzlichen Mordes, Raufhandels und wiederholter Verstöße gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (LStup) verurteilt. Er hatte am 8. Oktober 2022 zusammen mit C._ in einer Auseinandersetzung B._ schwer verletzt. A._ verpasste der bereits am Boden liegenden Opfer mehrere Schläge und Tritte. Obwohl das Gericht einen Entschuldigungsgrund wegen Notwehr anerkannt hatte, wurde er zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt, wobei 10 Jahre Ausweisung angeordnet wurden.

Gegen dieses Urteil legte sowohl A._ als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Am 26. Februar 2024 entschied die Berufungsinstanz, A._ in einigen Aspekten schuldig zu sprechen, reduzierte die Strafe auf 36 Monate und hob die Ausweisung auf.

Rechtliche Erwägungen: A.__ erhob eine Beschwerde beim Bundesgericht, in der er mehrere Anträge stellte, einschließlich der Aufhebung der Verurteilungen. Er argumentierte, dass die Tat nicht als versuchter Mord gewertet werden könne, da er sich der Gefahr, die von seinen Handlungen ausging, nicht bewusst gewesen sei.

Das Bundesgericht stellte fest, dass die Anklagepunkte rechtlich zulässig waren und der Angeklagte in seinen Argumenten nicht ausreichend darlegte, warum die Feststellungen der Vorinstanz willkürlich wären. Es betonte, dass er die Fakten und Beweise nicht effektiv infrage stellte und die Vorinstanz richtigerweise erkannt hatte, dass er durch seine gewalttätigen Handlungen die Möglichkeit eines tödlichen Ausgangs akzeptiert hatte.

Das Gericht wies ferner darauf hin, dass die Schwere der Kollision und die Art der Aggression auch die Anerkennung eines möglichen Vorsatzes stützen, was die Verurteilung wegen versuchten Mordes rechtfertigte. Die Vorinstanz hatte zudem ordnungsgemäß festgestellt, dass eine Notwehrsituation nicht gegeben war, da zwischen den ersten Auseinandersetzungen und den anschließenden Gewalttaten eine klare Trennung bestand.

Urteil: Das Bundesgericht wies die Beschwerde damit ab. A.__ wurde die Verantwortung für die Taten aufrechterhalten und es wurde eine Gerichtsgebühr von 3.000 Franken auferlegt, die von ihm zu tragen ist.